S 177, Ortsumgehung Wünschendorf/Eschdorf – Arbeiten für Gewässerrenaturierung beginnen
PRESSEMITTEILUNG & VERKEHRSHINWEIS
Ab 16. März beginnen vorbereitende Arbeiten für die Gewässerrenaturierung an der S 177 im Bereich Wünschendorf und Eschdorf. Im Auftrag der Niederlassung Meißen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr werden dabei verschiedene Ersatzmaßnahmen zur ökologischen Aufwertung der örtlichen Gewässer umgesetzt. Sie dienen als Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft, die durch den Bau der Ortsumgehung Wünschendorf/Eschdorf entstanden sind. Die Arbeiten sollen voraussichtlich 2028 abgeschlossen werden. Die anschließende Pflege der Anpflanzungen und Ansaaten erfolgt über drei Jahre bis zum Herbst 2030.
Der ausgeschriebene Leistungsbereich Landschaftsbau »Gewässerrenaturierung und Wirtschaftsweg Rosinendörfchen« umfasst konkret folgende Aufgaben:
- Der Klemnitzbach wird innerhalb der Ortslage Wünschendorf auf einer Länge von 110 Metern aufgewertet. Zudem werden entlang des Ufers junge Weidenstecklinge gesetzt, deren Wurzeln zur Uferstabilität beitragen.
- Das Rossendorfer Wasser wird südlich der S 161 im derzeit verrohrten Abschnitt an die Oberfläche geholt und als offenes Gewässer gestaltet. Zwei bestehende Wehre werden zurückgebaut, die Uferbereiche naturnah gestaltet und nördlich des Rosinendörfchens ein Gewässerrandstreifen angelegt. Der für dieses Gewässer untypische Ufer- und Sohlverbau wird entfernt. Zudem werden die verrohrten Abschnitte nördlich des Rosinendörfchens sowie südöstlich des Gickelsberges geöffnet und naturnah umgestaltet.
- Der derzeit verrohrte Gickelsbergbach wird zwischen der Mündung in das Rossendorfer Wasser und dem Wirtschaftsweg Eschdorf‑Mitte ebenfalls wieder offengelegt.
Zusätzlich zu den Renaturierungsarbeiten erfolgt noch der Ausbau des Wirtschaftsweges Rosinendörfchen von der bestehenden S 161 in Richtung Reiterhof auf etwa 900 Metern Länge.
Während der Arbeiten kann es zu Verkehrseinschränkungen kommen. Derzeit ist keine Umleitung vorgesehen.
Die S 177 ist eine wichtige Verbindung zwischen den Bundesautobahnen A 17 bei Pirna und A 4 bei Pulsnitz. Die Ortsumgehung Wünschendorf/Eschdorf bildet den nördlichen Anschluss an den bereits fertiggestellten Abschnitt der S 177 nördlich von Pirna. Die Strecke verläuft westlich an Wünschendorf vorbei, kreuzt die bestehende S 177 zwischen Wünschendorf und Eschdorf und wird östlich von Eschdorf an die S 161 angebunden. Mit 13 Brücken, fünf unterirdischen Regenrückhaltebecken und einer Dichtwand stellt das überregional bedeutsame Vorhaben hohe ingenieurtechnische Anforderungen. Neben der rund 5,6 Kilometer langen Haupttrasse umfasst das Projekt Anpassungen im untergeordneten Straßennetz auf etwa 1,8 Kilometern.
Die Gesamtkosten belaufen sich nach derzeitigem Stand auf rund 81,7 Millionen Euro. Sie werden vom Freistaat Sachsen mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes finanziert.
Wir bitten alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die bauzeitlichen Einschränkungen und Erschwernisse.