Bilanz 2025: Das LASuV in einem schwierigen Jahr – und was wir trotzdem geschafft haben
PRESSEMITTEILUNG
2025 war für das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) Sachsen ein Jahr zwischen Unsicherheit und Leistungsbeweis. Die Kombination aus vorläufiger Haushaltsführung und erheblichen finanziellen Risiken stellte die Behörde vor außergewöhnliche Herausforderungen – und zeigte zugleich, dass das LASuV selbst unter diesen Bedingungen handlungsfähig bleibt.
Das LASuV in Zahlen
- 6.666 Kilometer Bundes- und Staatsstraßen
- 1.059 Kilometer Radwege an Bundes- und Staatsstraßen
- 2.515 Brücken
- 6 Tunnel
- 949 Lichtsignalanlagen
- 3.781 Hektar Kompensationsflächen
»Wir haben gezeigt, dass wir handlungsfähig bleiben«
Steffi Schön, Vizepräsidentin des LASuV, betont die Leistung der Behörde im Ausnahmejahr:
»Wir haben gezeigt, dass wir auch unter herausfordernden Bedingungen handlungsfähig sind. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit großem Einsatz dafür gesorgt, dass Sachsen mobil bleibt. Ja, wir mussten manches verschieben – aber wir haben viel geschafft. Dieses Jahr zeigt, was das LASuV in einem schwierigen Jahr leisten kann. In einem Jahr mit optimalen Rahmenbedingungen werden wir noch mehr bewegen.«
Ein Jahr unter besonderen Vorzeichen
Bereits die Steuerschätzung im Mai 2024 hatte erhebliche Mindereinnahmen prognostiziert und frühzeitig signalisiert, dass die finanziellen Spielräume deutlich enger ausfallen würden. In Folge dessen befand sich der Freistaat Sachsen – ebenso wie der Bund – über mehrere Monate in einer vorläufigen Haushaltsführung. Erst zur Jahresmitte 2025 erhielt Sachsen Planungssicherheit, während der Bundeshaushalt erst deutlich später verabschiedet wurde.
Für die Infrastrukturverwaltung war diese Kombination aus reduzierten Einnahmeerwartungen und langanhaltender Haushaltsunsicherheit ein Novum. Die Auswirkungen waren unmittelbar spürbar: Regionale Bauprogramme konnten nicht veröffentlicht werden, Neubeginne wurden gestoppt, Planungen mussten ruhen, und viele Projekte blieben in der Warteschleife. Da Bauhaushalte langfristig und damit jahresübergreifend wirken, beeinflusst diese Unsicherheit nicht nur 2025, sondern auch die Folgejahre.
Was wir geschafft haben
Investitionen in Infrastruktur
Trotz eingeschränkter Finanzmittel werden bis Jahresende rund 187 Mio. Euro in die sächsische Infrastruktur investiert worden sein.
- 187 Mio. Euro Gesamtinvestitionen, davon 103 Mio. Euro Bundesmittel und 84 Mio. Euro Landesmittel
- 63 km Straßen saniert, davon 14 km Staatsstraßen und 48 km Bundesstraßen
- 10 km Radweg neu gebaut
Auch die Förderung kommunaler Infrastruktur blieb ein Schwerpunkt:
- Mehr als 180 Fördermittelbescheide
- Gesamtvolumen: mehr als 213 Mio. Euro
Genehmigungen und Verkehr
Als zentrale obere Verkehrsbehörde verantwortet das LASuV zahlreiche Aufgaben im Straßenverkehrsrecht – von der Fachaufsicht über kommunale Verkehrsbehörden bis hin zu Genehmigungen und Verkehrssicherheit.
- 1.800 Ausnahmegenehmigungen für Fahrzeuge außerhalb StVZO/FZV
- 15.400 Zustimmungen zu Großraum- und Schwertransporten in Sachsen
- 95 Fahrlehrerlaubnisse (BE: 72, A: 14, CE: 6, DE: 3)
- 542 Fahrlehrerprüfungen
- 10 neue Ausbildungsstätten für beschleunigte Grundqualifikation und Weiterbildung anerkannt
Brücken im Fokus
Die Brückeninfrastruktur war 2025 ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit des LASuV. Durch funktionale Ausschreibungen, das hohe Engagement der Brückenverantwortlichen und die klare Unterstützung des neu gegründeten Infrastrukturministeriums konnten kurzfristige Aufgaben zügig bewältigt und zentrale Projekte stabilisiert werden.
Um die Entwicklungen transparent zu machen, stellt das LASuV auf seiner Brückenwebsite umfassende Informationen bereit. Dort finden sich nicht nur statistische Daten und Hintergründe zu allen Brücken in sächsischer Zuständigkeit, sondern auch Hinweise zu den Sonderprüfungen an Spannbetonbrücken, die seit dem Teileinsturz der Carolabrücke besonders im Fokus stehen. Zudem werden die Großprojekte Agra-Brücke, die B 101-Brücke Großenhain sowie die Brücken in Bad Schandau auf eigenen Seiten fortlaufend dokumentiert.
Was wir gern geschafft hätten
Trotz aller Erfolge gab es Projekte, die aufgrund der Haushaltslage nicht wie geplant umgesetzt werden konnten:
- In 2024 konnten 237 Mio. Euro investiert werden – 2025 war dieses Niveau nicht erreichbar.
- Ausschreibungsreife Neubauvorhaben mussten verschoben werden; Kommunen mussten mit dringenden Maßnahmen warten.
- Vorleistungen wie Umleitungs- oder Sperrzeitkoordinierungen müssen nun erneut erbracht werden.
- Digitalisierung: Erste Schritte wie digitale Negativkarten und Online-Antragsverfahren wurden erfolgreich eingeführt – der Bedarf bleibt dennoch hoch.
- Beschleunigung der Antragsbearbeitung: Der Austausch mit anderen Bundesländern läuft, um funktionierende digitale Systeme zu übernehmen.
Ausblick
Trotz eines schwierigen Jahres blickt das LASuV optimistisch nach vorn. Die Erfahrungen aus 2025 haben gezeigt, dass das LASuV auch unter Druck leistungsfähig bleibt – und dass mit stabilen Rahmenbedingungen deutlich mehr möglich ist.
»Das LASuV ist und bleibt ein entscheidender Motor für Mobilität und Entwicklung in Sachsen.« Steffi Schön, Vizepräsidentin des LASuV.