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29.04.2014 - Bundesweit neue Fahrbahnmarkierungen für mehr Verkehrssicherheit: Freistaat Sachsen startet Einführung der neuen Markierungsklassen

Die 2012 reformierten Richtlinien zur Anlage von Landstraßen (RAL) enthalten neue Möglichkeiten, unter anderem zur Markierung von Straßen, deren Erprobung nun bevorsteht. Der Freistaat Sachsen wird in den kommenden Wochen im Zuge von Deckenbaumaßnahmen die ersten zwei Abschnitte nach den neuen Regeln markieren. In der kleinesten Straßenklasse, der Entwurfsklasse 4, wurde heute eine entsprechende Markierung im Zuge der Fertigstellung der S 47 - Fahrbahnerneuerung südlich Pyrna vorgenommen, der Verkehrsfreigabe erfolgt am morgigen Mittwoch, den 30. April 2014.

 

Ab Mai folgt dann eine Neumarkierung der B178n zwischen der Kreuzung mit der S 148, südlich Löbau und der Kreuzung mit der S 128, östlich Niederorderwitz in der größten Straßenklasse, der Entwurfsklasse 1.

 

Etwa zwei Drittel der tödlichen Verkehrsunfälle ereignen sich bundesweit auf Landstraßen, meist durch Abkommen von der Fahrbahn oder bei Überholvorgängen. Die Ursachen hierfür liegen vorwiegend in nicht angepasster Geschwindigkeit oder in Fehleinschätzungen von Abstand und Geschwindigkeit der entgegenkommenden Fahrzeuge. Um diesen Ursachen entgegenzuwirken und die Verkehrssicherheit auf Landstraßen nachhaltig zu erhöhen, wurden neue Planungsrichtlinien erarbeitet. Das Richtlinienkonzept verfolgt den Ansatz standardisierter Straßentypen mit Elementen, die einen deutlich wieder erkennbaren Straßenraum schaffen sollen. Danach gibt es vier verschiedene Typen (Entwurfsklassen 1-4) von Landstraßen geben, die so gestaltet werden, dass der Verkehrsteilnehmer intuitiv weiß, wie er sich verhalten soll und seine Fahrweise entsprechend anpasst.

 

Die Entwurfsklasse 1 betrifft Fernstraßen mit jeweils einer Spur je Richtung mit einer wechselseitigen Überholspur. Hier wird die Mitteltrennung zukünftig in grün markiert. In der Entwurfsklasse 2, den überregionalen Straßen, soll die Mitteltrennung durch eine Doppellinie gekennzeichnet werden. Die derzeit übliche Markierung zweispuriger Landstraßen mit durchgehenden weißen Randstreifen und einem unterbrochenen weißen Markierungsstreifen in der Fahrbahnmitte entspricht der neuen Entwurfsklasse 3, der Regionalstraße. Neu ist hingegen wieder die Markierung der Entwurfsklasse 4, den Nahbereichsstraßen: Hier werden zukünftig keine Mittellinien mehr markiert, sondern mit je einem halben Meter Abstand zu den Fahrbahnrändern unterbrochenen weißen Markierungslinien.

 

An der rund zehnjährigen Erarbeitungsphase der reformierten Markierungsklassen war die Bundesanstalt für Straßenwesen BASt im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums tätig. Der Verkehrswissenschaftlicher Professor Christian Lippold von der TU Dresden hat das Regelwerk als zuständiger Arbeitsgruppenleiter federführend mitgestaltet. Die Richtlinie (RAL) wurde im vergangenen Jahr eingeführt und die darin enthaltenen Markierungsklassen werden bis zur Anpassung der StVO nun unter anderem auch in Sachsen auf Versuchsstrecken bereits umgesetzt.

 

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Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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