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08.11.2013 - Delitzsch erhält touristische Unterrichtungstafeln an der A 14

Die Stadt Delitzsch erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 14 weist künftig in Fahrtrichtung Dresden zwischen den Anschlussstellen Schkeuditzer Kreuz und Schkeuditz sowie in Fahrtrichtung Magdeburg zwischen den Anschlussstellen Leipzig-Nord und Schkeuditz jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Großen Kreisstadt Delitzsch zugestimmt.

Die über 800 Jahre alte Große Kreisstadt Delitzsch ist die größte Stadt im Landkreis Nordsachsen. Vom Wohlstand im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit zeugt vor allem die gut erhaltene Altstadt, die mit ihren Plätzen, denkmalgeschützten Bürger- und Patrizierhäusern, dem Barockschloss und der Stadtbefestigung zu den am besten erhaltenen Sachsens gehört. Umgeben von einer Befestigungsmauer und einem Wassergraben wird die Stadtansicht durch fünf Türme geprägt, wobei der fast 50 Meter hohe Schlossturm das höchste Gebäude der Stadt ist. In der „Stadt der Türme“ begegnen sich zwischen vielen kopfsteingepflasterten Straßen und Gassen eine Vielzahl historischer Bauwerke aus der Renaissance, des Barock und der Gotik.

„Delitzsch ist ein echtes Kleinod mittelalterlicher Städtebaukunst in Sachsen“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass sich Touristen für einen Abstecher in die Stadt der Türme entscheiden.“

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die Große Kreisstadt Delitzsch als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.


Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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