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04.02.2013 - Burg Stolpen erhält weitere touristische Unterrichtungstafel

Die Burg Stolpen erhält eine weitere touristische Unterrichtungstafel. An der A 4 Richtung Görlitz weist künftig zwischen den Anschlussstellen Ottendorf-Okrilla und Pulsnitz die charakteristische braune Tafel auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens zugestimmt.
Die ausgedehnte mittelalterliche Burganlage mitten in der Stadt Stolpen in der Sächsischen Schweiz ist untrennbar mit Gräfin Cosel, der berühmtesten Mätresse Augusts des Starken verbunden. Eine ständige Ausstellung erinnert an ihr abenteuerliches, schicksalhaftes Leben und ihre 49jährige Gefangenschaft. Dumpfe Verliese, verschlungene Kellergänge, Folterkammer, Hungerloch und einer der tiefsten in Basalt getriebenen Brunnen der Erde – Burg Stolpen mit ihren weithin sichtbaren markanten Türmen ist ein lebendiger Ort sächsischer Geschichte.
„Die Burg Stolpen zählt zu den vielen schönen Orten in Sachsen, die es zu entdecken gilt“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Die fast 800 Jahre alte Burg prägt die Landschaft und erstaunt alle Besucher mit dem Atem der langen sächsischen Geschichte, die hier an allen Ecken spürbar ist. Mit der neuen Hinweistafel an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass noch mehr Reisende sich für einen Abstecher in dieses Kleinod unseres Freistaates entscheiden.“
 
Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafel erteilt. Im nächsten Schritt sind die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald das Schild gefertigt ist.
 
Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen  aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen. Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 m eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 km) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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