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29.01.2013 - Basilika Wechselburg erhält touristische Unterrichtungstafeln

Die Basilika Wechselburg erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 72 Richtung Leipzig weist künftig zwischen den Anschlussstellen Penig und Rochlitz die charakteristische braune Tafel auf einen lohnenden Abstecher hin. Das SMWA hat einem entsprechenden Antrag der Stadtverwaltung Wechselburg zugestimmt. Auch für die Gegenrichtung wurde die grundsätzliche Zustimmung erteilt, allerdings befindet sich dieser Abschnitt der A 72 noch im Bau .

„Die Basilika Wechselburg zählt zu den vielen schönen Orten in Sachsen, die es zu entdecken gilt“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Die schlichte Pfarrkirche der kleinen mittelsächsischen Stadt im Muldental beeindruckt durch ihre würdevolle Stille.  Mit den neuen Hinweistafeln an den Autobahnen wollen wir dafür sorgen, dass auch vorbeifahrende Touristen sich für einen Abstecher in dieses Kleinod unseres Freistaates entscheiden.“

Die Stiftskirche des Benediktinerklosters Wechselburg ist eine der am besten erhaltenen romanischen Großbauten in Sachsen. Seit 1174 durchlebte die Basilika eine wechselvolle Geschichte. Zunächst von den Augustinern als Kloster geführt, fiel sie hundert Jahre später an den deutschen Ritterorden. Mitte des 16. Jahrhunderts tauschte Herzog Moritz von Sachsen sie gegen Besitztümer in der Sächsischen Schweiz. Für den Ort und die Klosteranlage kam der Name Wechselburg auf. Heute beherbergt die Basilika wieder eine klösterliche Niederlassung der Benediktiner. Die Bildwerke im vorderen Kirchenraum gehören bis heute zu den hervorragendsten Zeugnissen deutscher Kunst des 13. Jahrhunderts.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die Stadtverwaltung Wechselburg als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht erlaubt aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP)2011 erlassen. Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Abweichung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:

a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 m eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 km) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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