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14.02.2014 - Burg Gnandstein erhält touristische Unterrichtungstafeln an der A 72

Die Burg Gnandstein erhält zwei touristische Unterrichtungstafeln. An der A 72 weist künftig in Fahrtrichtung Hof zwischen den Anschlussstellen Borna-Süd und Geithain sowie in Fahrtrichtung Leipzig zwischen den Anschlussstellen Rochlitz und Geithain jeweils eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH zugestimmt.

„Die Burg Gnandstein ist ein faszinierendes Beispiel für die zahlreichen sächsischen Burgen, deren Besucher sich in vergangene Zeiten zurückversetzt fühlen“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit den neuen Hinweistafeln an der Autobahn wollen wir dafür sorgen, dass sich Reisende für einen Abstecher zur Burg Gnandstein entscheiden.“

Die Burg Gnandstein im Kohrener Land gilt als Sachsens besterhaltene romanische Wehranlage. Die Höhenburg aus dem 13. Jahrhundert steht auf einem Felsen über dem Tal der Wyhra im mittelsächsischen Hügelland. Sie war ohne Unterbrechung vom späten 14. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Wohnstätte der Familie von Einsiedel. Mit Richterzimmer, Bastion, Gerichts- und Ritterstube, Panoramaterrasse und Arkadenburghof gilt sie als faszinierender Ort für alle Mittelalterfreunde. Im romanischen Trutzbau bietet die Ausstellung der Sammlung Groß dem Burgbesucher einen Blick auf rund 400 wertvolle Exponate aus sieben Jahrhunderten.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafeln erteilt. Im nächsten Schritt ist die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald die Schilder gefertigt sind.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.
 
Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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