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08.10.2013 - Schloss Wildeck in Zschopau erhält touristische Unterrichtungstafel an der A 4

Das Schloss Wildeck in Zschopau erhält eine touristische Unterrichtungstafel. An der A 4 weist künftig in Fahrtrichtung Görlitz zwischen den Anschlussstellen Chemnitz-Glösa und Chemnitz-Ost eine der charakteristischen braunen Tafeln auf einen lohnenden Abstecher hin. Das sächsische Verkehrsministerium hat einem entsprechenden Antrag der Stadtverwaltung Zschopau zugestimmt.

Das ehemalige Jagdschloss Wildeck wurde im sächsischen Zschopau in der Mitte des 12. Jahrhunderts als Wehranlage errichtet. Ursprünglich bestand die Burg der Herren von Erdmannsdorf nur aus einem damals 20 Meter hohen Wehrturm, der als Bergfried bis heute unter der Bezeichnung „Dicker Heinrich“ bekannt ist. Die Burg wechselte im 14. und 15. Jahrhundert mehrmals den Besitzer, bis der Herzog Moritz von Sachsen den Umbau zum Jagdschloss im Renaissancestil veranlasste. Die dabei entstandenen farbenprächtigen Kassettendecken und Wandmalereien wurden erst 1980 bei Bauarbeiten wiederentdeckt. Heute befinden sich im Schloss Wildeck zahlreiche Räume wie die Blau-Weiße Stube, der Rote und der Grüne Saal, deren gut erhaltener Renaissance-Stil Besucher begeistert. Im Tonnengewölbe der ehemaligen Schlosszisterne lässt sich die schaurige Atmosphäre des Mittelalters nachvollziehen. Buchdruckmuseum, Buchbinderei, Stempelabteilung und Motorradausstellung bieten Anlass für viele Stunden Aufenthalt im Schloss Wildeck. Der Barockgarten und der vollständig restaurierte Schlossrundgang mit zahlreichen Rosengewächsen, Obstbäumen und Skulpturen laden zum gemütlichen Verweilen ein.

„Im Schloss Wildeck verbinden sich ‚gestern‘ und ‚heute‘ auf ganz beeindruckende Weise: Die Ausstellung schlägt einen Bogen vom Mittelalter bis zur sächsischen Tradition des Motorradbaus“, so Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP). „Mit der neuen Hinweistafel an der Autobahn wollen wir noch mehr Besucher auf einen Abstecher ins Schloss Wildeck locken.“

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat heute die verkehrsrechtliche Anordnung zur Aufstellung der touristischen Unterrichtungstafel erteilt. Im nächsten Schritt ist die Stadtverwaltung Zschopau als Antragsteller gefragt: Die Aufstellung kann vorgenommen werden, sobald das Schild gefertigt ist.

Die Unterrichtungstafel finden Sie in der Anlage.

Hintergrund:
Im Freistaat Sachsen dürfen an Autobahnen zwischen zwei Anschlussstellen insgesamt bis zu vier touristische Hinweistafeln und damit doppelt so viele wie nach Bundesrecht allgemein vorgesehen aufgestellt werden. Eine entsprechende Verwaltungsvorschrift hatte der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok (FDP) 2011 erlassen.
Für touristische Unterrichtungstafeln an Autobahnen (StVO Zeichen 386.3) gilt in Ergänzung der Bundesrichtlinien für die touristische Beschilderung (RtB) im Freistaat Sachsen Folgendes:
a) Touristische Unterrichtungstafeln dienen als Hinweis auf touristisch bedeutsame Ziele.
b) Vor Anschlussstellen dürfen bis zu vier touristische Unterrichtungstafeln stehen, wenn es die örtlichen und verkehrlichen Verhältnisse zulassen.
c) Zwischen den einzelnen Unterrichtungstafeln soll ein Mindestabstand von 250 Meter eingehalten werden.
d) Unterrichtungstafeln nach den oben genannten Maßgaben sind auch an autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen möglich. Dies betrifft Straßen mit je zwei Fahrstreifen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind. Voraussetzung ist, dass es sich um einen längeren Streckenabschnitt (ab ca. 10 Kilometer) außerhalb geschlossener Ortschaften handelt.
Die Kosten der Schilder tragen die Antragsteller.

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Pressekontakt

Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Zentrale

Isabel Pfeiffer, Pressesprecherin und Bürgerbeauftragte

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